A D A M
(Advanced Differenciated Anthropoid Mind)
1951 Prof. Merkel machte ein für die damalige Zeit recht unübliches Experiment. Er entnahm einem menschlichen Darm eine Zelle, entnahm dieser ihre Erbinformation und setzte seinen eigenen diploiden Chromosomentsatz in diese Zelle. In einer eigens dafür entwickelten Nährsubstanz zog Merkel eine relativ große Anzahl an Tochterzellen heran, die wir heute als Stammzellen bezeichnen würden.
1952 provozierte Merkel an einer dieser Zellen mittels Messengerproteinen eine epigenetische Spezialisierung. Seltsamerweise war diese Spezialisierung äußerst selektiv. Es entwickelte sich nämlich ein Zellhaufen der aus Nervenzellen, Gliazellen und Blutgefäßen bestand. In einem Teil dieser Ansammlung von Zellen differenzierte sich eine gewebeartige Struktur heraus, die schließlich einem menschlichen Gehirn strukturell recht ähnlich war. Merkel gab dieser Struktur den Namen ADAM, was für advanced differentiated anthropoid mind steht. In den folgenden Monaten wurde ADAM mittels direkt implantierter Elektroden stimuliert um die internen Aktivitäten des Gewebes zu studieren. Es zeigte sich dabei recht rasch, daß dieses Nervengewebe auch in seiner Aktivität einem menschlichen Gehirn sehr ähnlich war. Auf diese Weise versuchte Merkel mit Schnittstellen zu experimentieren um mit der Nervenkultur in Interaktion zu treten.
Ende des Jahres 1952 wurde mittels elektrischer Impulse erste Information ausgetauscht. Ende des Jahres 1953 konnte ADAM mit Hilfe eines Computers kommunizieren. In weiterer Folge lernte ADAM diese Computer zu nutzen um seine Interaktionen effektiver zu gestalten. Parallel dazu stieg der Vernetzungsgrad des Nervengeweges.
1954 Nachdem alle bisherigen Versuche schiefgegangen waren aus einer weiteren Zelle der Kultur MK 12 ADAM einen seinem Genom entsprechenden Körper zu geben, wandte sich Merkel 1954 an seinen Freund den Künstler Carl Ignaz von Brom. Aufgrund leistungsfähigerer Computer wurde in den kommenden Jahrzehnten die Interaktion mit ADAM zunehmend effizienter.
In den 80ger Jahren , als der Wettlauf um das erste künstlich geklonte höhere Lebewesen einsetzte, wies Merkel darauf hin, dass er 1951 den ersten geklonten Menschen produziert habe, aber Merkels Projekt wurde innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft nicht ernst genommen. Merkel und zog sich aus der aktiven Forschung zurück. ADAM übersiedelte in Merkels Privatlaboratorium.
1998 Prof. Krylov konnte den mittlerweile 69 jahrigen Merkel dazu überreden die Leitung der Abteilung für Genetik am IWF zu übernehmen und so übersiedelte ADAM ins IWF. Im Sommer 2002 begann ADAM ein Projekt gemeinsam mit P. Brandlmayr. Brandlmayr versuchte, die von Krylov im 5. Kapitel seines dritten Manuskripts gezeichneten Skizzen zu Performances und Beobachtungsinstrumenten umsetzen. ADAM setzte die nur bruchstückhaft erhaltenen theoretischen Auseinandersetzungen von Krylov in einen geisteswissenschaftlichen Rahmen. In diesem setzte sich ADAM mit der Frage nach der Herkunft auseinander.
2003/04 absolvierte ADAM ein Fernstudium an der Universität Innsbruck und promovierte 2004.