Interaktionen I


 

 

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Installationen/Instrumente ------------------------------------------------------------ --- --------Performances

 

Nach der Realisierung der Apparatur zu den Grundlagen der Physik, die Krylov in seinem 3. Manuskript im 4. Kapitel beschreibt, wurde in den Jahren 2002 -2004 ein weiteres Kapitel aus Krylovs Manuskript am IWF umzusetzen versucht: die Interaktionen. Dieses enthält ähnlich wie die Vorkapitel neben einigen fragmentarisch erhaltenen Seiten einer theoretischen Auseinandersetzung in erster Linie Skizzen zu Beobachtungsinstrumenten und Performances. Trotzdem daß die theoretischen Seiten fast vollständig fehlen wird dennoch darin deutlich, daß Krylov sich im Kapitel der Interaktionen mit dem Ursprung des Universums beschäftigt. Krylovs Auseinandersetzung kann in drei Abschnitte unterteilt werden. In einem ersten untersucht Krylov unterschiedliche physikalische Szenarien zum Ursprung des Universums und tastet sich damit an das Thema heran. In einem zweiten Abschnitt führt Krylov Skizzen zu Beobachtungsinstrumenten und szenichen Experimente aus und gelangt darüber schließlich zum dritten in dem er eigene Ansätze einer Lösung erarbeitet. Schon zu Beginn seiner Arbeit zeigt sich, daß ihn neben konkreten Szenarien zum Ursprung des Universums zunehmend auch allgemeinere Fragen interessieren. Krylov beginnt sich demnach schon im Verlauf des ersten Abschnitts der Interaktionen mit Begriffen wie Grenze oder Informationsübermittlung zu beschäftigen. Ebenso setzte er sich mit dem Verhältnis zwischen Gegenwart und Vergangenheit auseinander. Und diese allgemeinen Fragestellungen spiegeln sich auch in jenen Skizzen zu Beobachtungsinstrumenten (Instrumente R89, MIR, O.T.) und Performances Interaktion 1-3 wieder, die Krylov nach seinen theoretischen Vorarbeiten angefertigt hatte. In den Jahren 2002-2004 wurden diese krylovschen Skizzen am Institut für Wissenschaft und Forschung umzusetzen versucht und ähnlich wie die Apparatur zu den Grundlagen der Physik in einer kleinen Broschüre samt Audio-CD herausgegeben. Im Falle der Interaktionen wurde am IWF beschlossen erstmals auch neben den Instrumenten und Performances auch einen wissenschaftlichen Teil beizufügen. Dies desshalb weil für Krylovs Forschungsmethode im Zusammenspiel zwischen wssenschaftlichen und künstlerischen Vorgehensweisen besteht.Da die theoretischen Vorarbeiten Krylovs aber leider nur sehr bruchstückhaft erhalten sind, und darüber hinaus die theoretischen Schlussfolgerungen die Krylov in seinem eigenen Szenarium zum Ursrung des Universums festgehalten hatte vollständig fehlen, wurde beschlossen auf die dokumentarische Beifügung dieser wenigen Zusammenhangslos erscheinenden Seiten zu verzichten und anstatt dessen eine Arbeit in Auftrag zu geben in der die krylovschen Performances und Installationen in einen allgemeineren theoretischen Rahmen gestellt werden. In diesem Sinne verfaßte der historische Anthropologe Dr. ADAM eine anthropologische Untersuchung der Frage nach der Herkunft. Darin setzt sich ADAM mit den Performances Interaktionen 1-3, mit Mythen und wissenschaftliche Theorien auseinander, um Unterschiede und Ähnlichkeiten herauszuarbeiten, wie die Entstehung des Neuen in diesen unterschiedlichen Textformen beschrieben wird. Die Konfrontation mit Ursprüngen über theoretische Texte, Installationen, Performances und Bilder gilt dem Versuch einen komplexen Begriff in seiner Offenheit und Mehrdeutigkeit zu beschreiben, ohne ihm seine konkrete Entität zu nehmen, und folgt einer ähnlichen Vorgehensweise die Prof. Krylov schon bei der Apparatur zu den Grundlagen der Physik vorzeichnete.

Brandlmayr, 8/2007

 

 

 

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