Institut für Wissenschaft und Forschung


Konturen 09/April
1. 4. 2009 (Mi) 18:30 Institut für Wissenschaft und Forschung
Das Leben und Werk des Physikers Prof. V. Krylov - Teil 2: 1960 - 1966 (Peter Brandlmayr/ performative Vorlesung)
(Info siehe 25. 3. 2009)
1. 4. 2009 (Mi) 21:00 Schikanederkino
Alphaville
Jean-Luc Godard, F/I 1965 - 99 Minuten, sw, 35mm
Godards berühmter Science-Fiction-Noir erzählt die Geschichte des Agenten Lemmy Caution, der nach Alphaville kommt, um sich nach seinem Kollegen Henri Dickson zu erkundigen und den Herrscher der Stadt, Professor von Braun, zu suchen. Unter falschem Namen quartiert er sich in der vom Computer Alpha-60 geleiteten Metropole ein. Sehr schnell lernt Caution das pragmatisch-rationale Kalkül des Rechners und der Bewohner kennen, das alle Romantiker und Idealisten nur zu leicht das Leben kosten kann...
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2. 4. 2009 (Do) 19:00 Kunstraum Niederösterreich
Führung durch die Ausstellung Konturen (Judith Fegerl/ Künstlerin)
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3. 4. 2009 (Fr) 19:30 TU-Wien, Boecklsaal
Translecture (institut für transakustische forschung/ Performance)
Das Institut für transakustische Forschung untersucht Grenzbereiche zwischen Akustik und ihren Tangentialgebieten mit künstlerischen sowie wissenschaftlichen Methoden. Das Wiener Soundkollektiv präsentiert an diesem Abend einen Zwischenbericht aus dem transakustischen Labor: vier heterogene Positionen erstellen eine mehrdimensionale Kartogafie der auditiven Zwischenräume und führen ein in die komplexen Grundlagen der transakustischen Forschung. Mit Hilfe analoger wie digitaler Mittel wird an den Schnittstellen zwischen Text, Klang und Bild eine Metatheorie generiert. Das transakustische Gedankengebäude entfaltet sich als ein beinahe grenzenloses Terrain, offen für Zubau und Aufstockung.
Wenn die Überholspur zur Normalität wird: Zeit im Leben und Arbeiten in der (Lebens)Wissenschaft (Joachim Allgaier, Ulrike Felt, Maximilian Fochler, Ruth Müller/ Präsentation)
Zeitdruck und Konkurrenz kennzeichnen heute weite Bereiche der Arbeitswelt. Auch in der Wissenschaft scheint Zeit eine immer knappere Ressource zu werden, sollen bestimmten Zeiteinheiten immer genauer definierte "Outputs" - also Publikationen, Projekten, Patenten, ... - gegenüber stehen. Zugleich spielen diese Outputs eine immer zentralere Rolle, wenn es darum geht, sich entlang der Karriereleiter nach oben zu hangeln. Was bedeutet dies für (Lebens)Wissenschaft als Forschungsfeld, für die Menschen, die in ihr arbeiten, und für die Erkenntnis, die in ihr produziert wird?
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21. 4. 2009 (Di) 18:30 Institut für Wissenschaft und Forschung
Die unzähligen Gesichter des Dr. F. - Teil 5: Der (Natur)Wissenschaftler als Genie (Adam/ Vorlesung-Installation)
(Info siehe 10. 3. 2009)
21. 4. 2009 (Di) 19:30 Institut für Wissenschaft und Forschung
Die Grenze des weißen Rauschens (dieb13, Ines Fortin/ performativer Vortrag)
Ines Fortin und dieb13 loten mathematisch wie musikalisch die Existenz und Eindeutigkeit des Wiener Prozesses aus.
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22. 4. 2009 (Mi) 18:30 Institut für Wissenschaft und Forschung
Das Leben und Werk des Physikers Prof. V. Krylov - Teil 3: 1966 - 1971 (Peter Brandlmayr/ performative Vorlesung)
(Info siehe 25. 3. 2009)
22. 4. 2009 (Mi) 19:30 Institut für Wissenschaft und Forschung
Der magnetische Spiegel des Doktor Calligaris (Maurizio Nardo/ Installation-Vortrag)
Der italienische Nervenarzt Giuseppe Calligaris (1886-1944) beschreibt zu Beginn des 20. Jahrhunderts, wie durch gezielte elektrische Stimulation und Ableitung an der Hautoberfläche psychische Zustände ausgelöst bzw. sichtbar gemacht werden können. Seine Forschungen verhelfen ihm zu einer steilen Karriere als Arzt und Wissenschaftler. In späteren Schriften wendet sich Calligaris dann vermehrt Phänomenen wie Telepathie oder Fernheilung zu, was ihm einerseits seine Diskreditierung als Wissenschaftler einbringt, ihn andererseits aber zu einem Pionier der Parapsychologie macht. Bei den Recherchen zu Calligaris Person und Nachlass tauchen u.a. seltsame Verschwörungstheorien, das FBI und der erste Horrorfilm der Kinogeschichte auf.
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24. 4. 2009 (Fr) 19:30 TU-Wien, Boecklsaal
Zusammen allein sein: Über Einsamkeit und Kooperation in der Wissenschaft (Joachim Allgaier, Ulrike Felt, Maximilian Fochler, Ruth Müller/ Präsentation)
In der Wissenschaft ehrt man gerne herausragende Individuen in Form von Nobel-, Wittgenstein- und vielen anderen Preisen. Bei diesen Anlässen geht es darum, exzellente Einzelleistungen zu würdigen - auch wenn manchmal die Frage auftaucht, inwieweit große Leistungen in der Wissenschaft überhaupt "alleine" möglich sind. Aber auch Karrieren sind auf das Individuum zugeschnitten. Tatsächlich wird aber jenseits dieser Preise davon gesprochen, dass Wissenschaft ein immer kollektiveres Unterfangen wird - welches von kleinen Denkwerkstätten bis hin zu großen Netzwerkprojekten reicht. Wie stehen nun diese unterschiedlichen Anforderungen an das wissenschaftliche Arbeiten zueinander, und wie gehen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen mit diesem Dilemma um?
H.M. oder das nicht festgestellte Tier (Peter Brandlmayr, C.I. Brom / Performance)
"Das gewohnte Buch zur gewohnten Zeit", sagte er leise und dachte, dass alles wieder in Ordnung sein wird, wenn er in seinem Sessel sitzt. H.M. ist eine polymediale Performance über einen Menschen, der bei seinen Bemühungen, der Artbezeichnung homo sapiens gerecht zu werden, auf einen ganz anderen Vertreter der Gattung homo trifft, den homo demens.
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28. 4. 2009 (Di) 18:30 Institut für Wissenschaft und Forschung
Die unzähligen Gesichter des Dr. F. - Teil 6: Der (Natur)Wissenschaftler als Held (Adam/ Vorlesung-Installation)
(Info siehe 10. 3. 2009)
28. 4. 2009 (Di) 21:00 Schikanederkino
Moebius
Gustavo R. Mosquera, ARG 1996 - 88 Minuten, Farbe, 35mm
Im U-Bahn-Netz von Buenos Aires ist ein Zug mit 30 Fahrgästen verschwunden. Niemand weiß, wo er ist. Nur gelegentlich hört man die Geräusche einer mit unvorstellbarer Geschwindigkeit dahinjagenden Bahn. Dem mit der Aufklärung beauftragten Topologen gelingt es jedoch nicht, den Wissenschaftler ausfindig zu machen, der die komplizierten Anlagen des U-Bahn-Netzes entworfen hat. Da erhält er einen entscheidenden Hinweis eines kleinen Mädchens, der ihn jedoch beinahe das Leben kostet. Unter der Leitung des Regie-Professors Gustavo R. Mosquera arbeitete ein Kollektiv von 45 Filmstudenten an der Fertigstellung dieses Films, der keine Geschichte im üblichen Sinne erzählt, sondern eine Formel des deutschen Wissenschaftlers August Ferdinand Möbius zu einer spannend inszenierten Parabel auf die Manipulierbarkeit menschlichen Denkens verdichtet.
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29. 4. 2009 (Mi) 18:30 Institut für Wissenschaft und Forschung
Das Leben und Werk des Physikers Prof. V. Krylov - Teil 4: 1971 - 1984 (Peter Brandlmayr/ performative Vorlesung)
(Info siehe 25. 3. 2009)
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30. 4. 2009 (Do) 19:30 TU-Wien, Boecklsaal
Wagner-Feigl-Forschung: Die Enzyklopädie der Performancekunst - Exkurs décollage / auto-destructive art: Die Gitarre (Otmar Wagner/ Lecture-Performance)
Seit 2001 arbeitet die Wagner-Feigl-Forschung (Otmar Wagner/Florian Feigl) an der "Enzyklopädie der Performancekunst". Ziel ist die Erstellung eines umfassenden Werkes aller performativer Materialien und Handlungen, das einen radikal materialistischen Zugang zur Performancekunst sowohl für die Wissenschaft als auch für die künstlerische Praxis ermöglicht. Für die Reihe Konturen entwirft Otmar Wagner, basierend auf den Kontext-Bänden der Enzyklopädie, einen exzessiv-analytischen Exkurs zur Geschichte der Gitarrenzerstörung.
Früher war alles anders: Karriereerzählungen als Praxis der Erinnerung (Joachim Allgaier, Ulrike Felt, Maximilian Fochler, Ruth Müller/ Präsentation)
Nicht nur in der Gesellschaft, auch in der Wissenschaft gibt es Mythen, die für die Identität ganzer Generationen zentral sind. Auch hier gibt es Aufbaugenerationen, Pioniere, und die, die danach kommen, gibt es Mythen über die Zeit in der noch alles anders war, und müssen neue Sinngeschichten gefunden werden. Wie in der Gesellschaft auch werden entlang solcher Erinnerungspraxen Unterschiede zwischen Generationen von (Lebens)WissenschaftlerInnen verhandelt, in denen sich auch der Wandel des Wissenschaftssystems und der Forschung selbst widerspiegelt. Wie heute das Leben in der Wissenschaft erzählt wird, vom Lebenslauf bis zur Alltagsgeschichte, die alten und neuen Mythen und Sinngeschichten, und welche Rolle dies für das Wissenschaftler/in-Sein spielt, stehen im Zentrum dieser Präsentation.
Veranstaltungsorte:
Institut für Wissenschaft und Forschung (IWF): Argentinierstraße 11, 1040 Wien; Öffnungszeiten: Di - Mi 16- 19 und nach Terminvereinbarung (konturen@iwf.at); Ausstellung im Foyer des IWF: Iris Nitzl "Himmelsbeobachtungen"
Technische Universität Wien: Böcklsaal; Karlsplatz 13, 1040 Wien
Kunstraum Niederoesterreich: Herrengasse 13, 1014 Wien; Öffnungszeiten: D i -Fr 11 - 19, Do 11- 20, Sa 11 - 15
Schikanederkino: Margaretenstraße 24, 1040 Wien
Gefördert durch: SKE; Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur